ERASMUS-Praktikumsbericht: 3D-Modellierung und Kultur in Bratislava

Mittwoch, 11.03.2026

Im Rahmen meiner Weiterbildung zum Bautechniker hatte ich die besondere Gelegenheit, ein Auslandspraktikum in Bratislava, Hauptstadt der Slowakei, zu absolvieren. Dort konnte ich Kenntnisse in der 3D-Modellierung sammeln und wertvolle Einblicke in die internationale Zusammenarbeit sowie den Einsatz digitaler Werkzeuge und künstlicher Intelligenz gewinnen.
Zur Vorbereitung hatte ich bereits im Frühjahr 2025 begonnen, meine Englischkenntnisse aufzufrischen – was sich als hilfreich erwies, denn im Büro wurde schnell auf Englisch umgestellt. Während meine Kolleginnen und Kollegen sich mühelos verständigten, war es für mich anfangs noch eine kleine Herausforderung, die ich aber motiviert annahm.

Das Team vor Ort, bestehend aus sieben Modellierern und Architekten, empfing mich sehr offen und unterstützte mich bei Fragen jederzeit. Auch in den gemeinsamen Mittagspausen, bei traditionellem Essen aus der Gastwirtschaft nebenan, wurde konsequent Englisch gesprochen – eine gute Gelegenheit, sprachlich und kulinarisch dazuzulernen.

ERASMUS: AM1

Im Unternehmen konnte ich nach einer gründlichen Einarbeitung besonders in den Bereichen Punktwolken-Referenzierung, deren Aufbereitung sowie der Qualitätssicherung von 3D-Modellen aktiv an den laufenden Projekten mitwirken.


Die Modellierung selbst erfordert viel Erfahrung, da gleichzeitig an verschiedenen Ansichten, Geschossen und Bauteilen gearbeitet werden muss und die Geometrien dabei oft sehr komplex sind. Ich konnte hierbei nur geringfügig beitragen, weshalb ich in meiner Schülerversion von Allplan eine eigene Modellierung vorgenommen habe. Für das Büro war es interessant, auch einmal einen Vergleich zu ihrer „Standardsoftware“ Autodesk Revit zu haben. Die Bezeichnung „Standardsoftware“ ist bewusst in Anführungszeichen gesetzt, da MapIndoor viele Auftraggeber hat, die unterschiedlichste Ausarbeitungen in verschiedenen Softwarelösungen benötigen. Das Projekt handelte um einen Straßenzug in Bratislava, der als Grundlage für eine neue Ortsplanung komplett, samt dieser Brücke, modelliert wurde.

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Abbildung: Praktikumsarbeiten mit 3D-Modellierung 

ERASMUS: AM3

Obwohl ich kein großer Stadt Fan bin, hat mich Bratislava architektonisch begeistert. Der Mix aus historischer Bausubstanz, sozialistischen Wohnblocks und moderner Architektur war nicht nur spannend anzusehen, sondern auch fachlich sehr inspirierend.

Die Menschen sind sehr offen und viel draußen unterwegs. Überall gab es Spielplätze, Bolzplätze, Volleyballfelder oder Outdoor-Fitnessparks, die von Jung und Alt genutzt wurden. Abends war die Stadt genauso lebendig – die Leute waren noch lange draußen, und auch ich war ab und zu unterwegs und habe die entspannte Stimmung genossen.

Trotzdem durfte am Wochenende eine Wanderung in den nahegelegenen Waldgebieten nicht fehlen. Dort konnte man ungestört kilometerweit spazieren gehen und die unberührte Natur zur Erholung genießen.
Meine Wanderung erstreckte sich über etwa 10 Kilometer durch einen reinen Buchenwald. Das hat mich sehr beeindruckt, da ich so große Buchenwälder von zuhause nicht kenne.

ERASMUS: AM4
man wearing eyeglasses and blue shirt inside coffee shop

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