Alumni im Porträt: Die Erfolgsgeschichte von Rudolf Mittermeier

Alumni im Porträt: Die Erfolgsgeschichte von Rudolf Mittermeier

Alumni im Porträt: Vom Elektroniker zum Entwicklungsingenieur

Manchmal führt der Karriereweg nicht geradlinig, sondern Schritt für Schritt zum Ziel – und genau darin liegt oft seine größte Stärke. Unser ehemaliger Absolvent Rudolf Mittermeier zeigt eindrucksvoll, wie sich praktische Erfahrung, Weiterbildung und Studium ideal ergänzen können.

Seine berufliche Laufbahn begann mit einer Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik an der Berufsschule Neumarkt. Bereits als Geselle übernahm er Verantwortung und sammelte wertvolle Praxiserfahrung – eine Grundlage, die ihn bis heute in seinem Berufsleben begleitet.

Anschließend entschied er sich für die Weiterbildung zum Staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Elektro- und Informationstechnik an der Technikerschule Neumarkt. Unterstützt durch ein Weiterbildungsstipendium absolvierte er die Weiterbildung und erwarb zusätzlich über den Mathematikunterricht die Fachhochschulreife.

Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm der hohe Praxisbezug der Technikerschule: „Die Theorie wurde direkt an praktischen Aufgaben angewandt. Das hat mir später sowohl im Beruf als auch im Studium sehr geholfen.“ Aus seiner Sicht bot der Techniker außerdem eine hervorragende Vorbereitung auf das anschließende Studium. Viele Inhalte konnten dort direkt aufgegriffen und vertieft werden, wodurch er gegenüber Studierenden ohne entsprechende Vorkenntnisse einen deutlichen Vorteil hatte.

Nach dem erfolgreichen Technikerabschluss arbeitete er als Softwareentwickler für Industrieschaltanlagen und setzte Projekte auf der ganzen Welt um. Gerade diese Zeit hat ihn fachlich und persönlich nachhaltig geprägt. Rückblickend beschreibt er die Berufserfahrung als äußerst wertvoll, da der Wissenszuwachs im Arbeitsalltag enorm sei und man früh lerne, Verantwortung zu übernehmen sowie mit Zeitdruck und anspruchsvollen Projekten professionell umzugehen.

Im nächsten Schritt folgte das Studium der Elektro- und Informationstechnik an der Technischen Hochschule Ingolstadt, das er mit einem Aufstiegsstipendium absolvierte. Im Vergleich zur Technikerschule bot das Studium einen stärkeren theoretischen Fokus sowie die Möglichkeit, ein breiteres Spektrum der Elektrotechnik kennenzulernen und Themen wissenschaftlich zu vertiefen.

Heute arbeitet Rudolf Mittermeier als Entwicklungsingenieur und entwickelt Hard- und Software – von Frontend- und Backend-Anwendungen bis hin zu echtzeitfähigen Embedded-Systemen.

Im Berufsalltag profitiert er nach eigener Aussage besonders von seiner vielseitigen Praxiserfahrung: „Bei Entwicklungen reicht es nicht aus, nur die Theorie zu kennen. Man muss auch einschätzen können, was sich in der Praxis tatsächlich umsetzen lässt. Genau dabei hilft mir meine vorherige Berufserfahrung bis heute.“

Sein Werdegang zeigt eindrucksvoll, welche Möglichkeiten die Weiterbildung an der Technikerschule Neumarkt eröffnet. Die Kombination aus fundierter Theorie, intensivem Praxisbezug und anschließender Berufserfahrung kann die ideale Grundlage für ein erfolgreiches Studium und eine anspruchsvolle Karriere in der Entwicklung sein.

Unser ehemaliger Absolvent Rudolf Mittermeier
Unser ehemaliger Absolvent Rudolf Mittermeier

Firmenbesuch der Klasse MT1 bei der Albach Maschinenbau AG

Mittwoch, 22.07.2026

Die Klasse MT1 besuchte im Rahmen der Ausbildung zum Maschinenbautechniker am 09. Juli 2026 die Albach Maschinenbau AG in Menning bei Vohburg an der Donau. Das familiengeführte Unternehmen entwickelt und produziert leistungsstarke Maschinen für die Forst- und Bioenergiebranche. Zu den bekanntesten Produkten zählen die selbstfahrenden Holzhacker Diamant 2000 und Silvator 2000 sowie Fällkräne und Fällzangen. Die Unternehmenszentrale mit Entwicklung befindet sich in Menning, während Produktion und Service am Standort Langquaid angesiedelt sind.

Albach Maschinenbau AG 1
Firmenbesuch der Klasse MT1 bei der Albach Maschinenbau AG

Zu Beginn des Firmenbesuchs erhielten die Schülerinnen und Schüler eine Präsentation über die Geschichte des Unternehmens sowie einen Überblick über dessen Produkte und Tätigkeitsbereiche.

Im Anschluss folgte eine Führung durch die Produktion. Dabei konnten moderne CNC-Fräszentren besichtigt werden, auf denen Metallbauteile präzise bearbeitet werden. Außerdem wurden Laserschneidanlagen vorgestellt, mit denen Bauteile aus Blech gefertigt werden. In einer vollautomatisierten Entgratungsanlage werden die geschnittenen Teile anschließend nachbearbeitet. Danach wurde gezeigt, wie die einzelnen Bauteile – teilweise automatisiert durch Roboter, teilweise von Mitarbeitenden – auf speziellen Vorrichtungen zu Baugruppen zusammengeschweißt werden.

Im Außenbereich wurden der Überladewagen sowie der selbstfahrende Holzhacker Diamant 2000 vorgestellt. Dabei erhielten die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die Einsatzgebiete und die Funktionsweise der Maschinen.

 

Albach Maschinenbau AG 2
Albach Maschinenbau AG 3

In einer weiteren Produktionshalle konnte die Montage eines Fällkrans sowie der Zusammenbau von Fällzangen beobachtet werden. Zum Abschluss gewährte das Unternehmen noch einen kurzen Einblick in die Entwicklungsabteilung.

ERASMUS-Praktikumsbericht in Stockholm

Dienstag, 21.07.2026

Im Rahmen meiner Weiterbildung zum Techniker hatte ich die Möglichkeit, ein zweiwöchiges Erasmus-Praktikum in Stockholm zu absolvieren. Ziel des Aufenthalts war es, internationale Berufserfahrung zu sammeln, meine Englischkenntnisse zu verbessern und Einblicke in die Arbeitsweise eines schwedischen Unternehmens zu erhalten.

Mein Praktikum absolvierte ich bei Inmotion in Stockholm. Während dieser Zeit konnte ich sowohl fachlich als auch persönlich viele wertvolle Erfahrungen sammeln und eine neue Arbeitskultur kennenlernen.

ERASMUS: Praktikum bei Inmotion
ERASMUS: Praktikum bei Inmotion
ERASMUS: Freizeit während des Praktikums in Schweden
ERASMUS: Freizeit während des Praktikums in Schweden

Anreise und erste Eindrücke

Die Anreise nach Stockholm erfolgte mit dem Flugzeug. Bereits nach meiner Ankunft fiel mir die sehr gute Organisation des öffentlichen Nahverkehrs auf. Durch die zahlreichen Bahn-, Bus- und U-Bahn-Verbindungen war es einfach, sich in der Stadt zu orientieren und verschiedene Orte zu erreichen.

Meine Unterkunft befand sich außerhalb des Stadtzentrums. Dadurch konnte ich nicht nur die Innenstadt kennenlernen, sondern auch einen guten Eindruck vom schwedischen Alltag gewinnen. Die Umgebung war sehr ruhig, sauber und von viel Natur geprägt. Trotz ihrer Größe wirkte die Hauptstadt deutlich entspannter als viele deutsche Großstädte.

Das Praktikum bei Inmotion

Inmotion ist ein international tätiges Unternehmen im Bereich der elektrischen Antriebstechnik und Leistungselektronik für Fahrzeuge.

Während meines Praktikums arbeitete ich im Prüffeld. Dort unterstützte ich bei verschiedenen technischen Aufgaben und erhielt Einblicke in die tägliche Arbeit der Prüf- und Entwicklungsabteilungen.

Zu meinen Tätigkeiten gehörten der Aufbau verschiedener Versuche, die Unterstützung bei technischen Prüfungen und das Testen neuer Umrichter

Besonders interessant war für mich die praktische Arbeit im Prüffeld. Dabei konnte ich mein technisches Wissen aus der Weiterbildung anwenden und gleichzeitig neue Erfahrungen im Umgang mit moderner Prüftechnik sammeln.

Ein weiterer wichtiger Aspekt war die internationale Arbeitsumgebung. Da die Kommunikation auf Englisch stattfand, konnte ich meine Sprachkenntnisse deutlich verbessern.

ERASMUS: Freizeit während des Praktikums in Schweden
ERASMUS: Freizeit während des Praktikums in Schweden

Freizeit und Erkundung von Stockholm

Neben dem Praktikum nutzte ich die freie Zeit, um Stockholm und die Umgebung zu erkunden. Besonders beeindruckt haben mich die vielen Grünflächen und die Nähe zur Natur.

Ein besonderes Erlebnis war der Besuch des Tyresta-Nationalparks südlich von Stockholm. Der Nationalpark ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und bietet einen starken Kontrast zur Großstadt. Schon am Eingangsbereich fiel mir auf, wie ruhig und naturbelassen die Umgebung wirkt. Von dort aus führen mehrere gut ausgeschilderte Wanderwege durch dichte Wälder, vorbei an Felsen, kleinen Seen und typischen schwedischen Landschaften.

Für mich war der Ausflug in den Tyresta-Nationalpark ein wichtiger Teil meines Aufenthalts, weil ich dort Schweden außerhalb der Stadt kennenlernen konnte. Nach den Arbeitstagen im Praktikum war die Zeit in der Natur eine gute Möglichkeit, abzuschalten und neue Eindrücke zu sammeln. Der Besuch hat mir gezeigt, wie eng in Stockholm Stadtleben und Natur miteinander verbunden sind.

Persönliches Fazit

Das Erasmus-Praktikum in Stockholm war für mich eine sehr wertvolle Erfahrung. Ich konnte nicht nur fachliche Kenntnisse erweitern, sondern auch viele neue Eindrücke über das Leben und Arbeiten in einem anderen Land gewinnen.

Besonders hilfreich waren die täglichen Gespräche auf Englisch, die Zusammenarbeit in einem internationalen Umfeld sowie die Einblicke in die schwedische Arbeitskultur.

Rückblickend war das Praktikum eine große persönliche und berufliche Bereicherung.

Benedikt Seger, Klasse ET1

ERASMUS+ Vorbereitender Besuch in Vilnius

Dienstag, 21.07.2026

Vom 10. bis 13. Juni 2026 besuchten Cornelia von Prittwitz und David Niebler vom Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Neumarkt die litauische Hauptstadt Vilnius. Ziel des Vorbesuchs war die Vorbereitung zukünftiger Erasmus+-Austauschaktivitäten mit dem beruflichen Ausbildungszentrum TECHIN sowie dem Unternehmen MeTec.

Litauen ist ein baltischer Staat mit rund 2,9 Millionen Einwohnern und seit dem 1. Mai 2004 Mitglied der Europäischen Union. Das Land grenzt an Lettland, Polen, Belarus sowie an die russische Exklave Kaliningrad. Zwischen Kaliningrad und Belarus liegt der sogenannte Suwałki-Korridor, der die baltischen Staaten mit dem übrigen NATO-Gebiet verbindet. Vilnius selbst zeigt ein spannendes Nebeneinander historischer Altstadt, sowjetisch geprägter Architektur und moderner Stadtentwicklung.

ERASMUS+ Lehrkräfte besuchen Ausbildungszentrum TECHIN
ERASMUS+ Lehrkräfte besuchen Ausbildungszentrum TECHIN
ERASMUS+ Lehrkraft Cornelia von Prittwitz
ERASMUS+ Lehrkraft Cornelia von Prittwitz

Der Besuch bei TECHIN wurde von der Erasmus-Koordinatorin Vytautė organisiert. TECHIN ist ein staatliches berufliches Ausbildungszentrum mit technischen Schwerpunkten, unter anderem in IT, Elektrotechnik/Energie, Mechatronik, CNC-Metallbearbeitung, Schweißtechnik und Gebäudetechnik. Die Ausbildungsangebote richten sich an unterschiedliche Altersgruppen: an Jugendliche in der Berufsorientierung, an junge Menschen in der Erstausbildung sowie an Erwachsene, die sich weiterqualifizieren oder umschulen möchten.

Nach der Begrüßung stellten beide Schulen ihre Bildungssysteme, technischen Schwerpunkte und Erasmus+-Erfahrungen vor. Besonders interessant war der Vergleich der beruflichen Ausbildung: In Litauen ist sie stärker schulisch organisiert als in Deutschland, wird aber durch praktische Phasen in Betrieben und moderne Trainingszentren ergänzt. Die Ausbildungsgänge sind modular aufgebaut und ermöglichen je nach Bildungsgang verschiedene berufliche Qualifikationen.

 

Anschließend erhielten wir Einblicke in die Ausbildungsbereiche Schweißtechnik, Elektrotechnik und Mechatronik. Besonders beeindruckend waren die modernen Praxisräume und die enge Zusammenarbeit mit Unternehmen. Zum Abschluss wurden mögliche Formen der Zusammenarbeit besprochen, etwa Lehrkräfteaustausch, Schülerpraktika, gemeinsame technische Projekte und ein Gegenbesuch litauischer Lehrkräfte in Neumarkt.


Am 12. Juni besuchten wir die Firma MeTec, die zur Martin Group gehört. Die Martin Group betreibt auch einen Standort in Parsberg und bildet dort unter anderem Werkzeugmechaniker aus. Eine Mitarbeiterin empfing uns auf Deutsch am Hotel und begleitete uns zum Unternehmen.

Während des Besuchs erhielten wir einen umfassenden Einblick in die Fertigungsprozesse. Der Fertigungsleiter stellte die Produktion vor und erläuterte Maßnahmen zur Optimierung der Abläufe. Sowohl TECHIN als auch MeTec zeigten großes Interesse an einer zukünftigen zusammenarbeit und an der Aufnahme von Schülerinnen und Schülern aus Neumarkt im Rahmen von Erasmus+-Projekten.

Jaroslav Grigoroviĉ (Mitte) erklärte uns ein Folgeverbundwerkzeug
Jaroslav Grigoroviĉ (Mitte) erklärte uns ein Folgeverbundwerkzeug

Erfolgreicher Workshop beim Nürnberg Digital Festival: Autonome KI-Drohnen programmieren

NUEDIGITAL LOGO

Dienstag, 21.07.2026

Im Rahmen des Nürnberg Digital Festival (NUEDIGITAL) veranstalteten die Lehrkräfte Dominik Weber und Christian Meier der Technikerschule Neumarkt am 29. Juni 2026 den Workshop „Autonome KI-Drohnen programmieren“. Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich praxisnah mit den Grundlagen der Programmierung autonomer KI-Drohnen auseinanderzusetzen und selbst erste Flugmissionen umzusetzen.

Besonders erfreulich war das große Interesse sowie das durchweg positive Feedback der Teilnehmenden. Der Workshop entstand aus einem Unterrichtsprojekt an der Technikerschule Neumarkt und zeigt, wie praxisnahe Lehrkonzepte erfolgreich über den Unterricht hinaus in die Öffentlichkeit getragen werden können.

Die Lehrkräfte Dominik Weber und Christian Meier bedanken sich herzlich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre Neugier, das engagierte Mitwirken und die interessanten Gespräche. Ein besonderer Dank gilt außerdem Prof. Dr. Christian Pfitzner der TH Nürnberg für die Bereitstellung der Drohnenhalle AerodrOHM des Ohm Innovation Center sowie dem Organisationsteam des Nürnberg Digital Festival (NUEDIGITAL) für die Möglichkeit, den Workshop im Rahmen des Festivals durchführen zu können.

Nach dem großen Erfolg freuen sich die Organisatoren bereits auf weitere gemeinsame Veranstaltungen.

Autonomer Dohnenflug beim Nürnberg Digital Festival 2026
Autonomer Dohnenflug beim Nürnberg Digital Festival 2026
Die handtellergroßen Drohnen für den autonomen Flug
Die handtellergroßen Drohnen für den autonomen Flug

Besuch der Technikerschule Neumarkt am ITS Meccatronico (Italien)

Montag, 09.06.2026

Im Zeitraum vom 22.04.2026 bis 25.04.2026 besuchte eine fünfköpfige Delegation der Technikerschule Neumarkt das ITS Meccatronico Veneto in Italien. Teilnehmende Lehrkräfte waren Christian Schlierf (Elektrotechnik), Andreas Karg (Maschinenbau), Christian Meier (Künstliche Intelligenz), Fritz Herrmann (Metalltechnik) sowie Cornelia von Prittwitz (Wirtschaftsschule).

Das ITS Meccatronico ist eine Einrichtung der höheren technischen Bildung, vergleichbar mit einer deutschen Fachschule. Die zweijährige Ausbildung zeichnet sich durch eine enge Verzahnung mit der Industrie aus: Rund die Hälfte der Ausbildungszeit findet in Unternehmen statt, und ein Großteil der Lehrkräfte kommt direkt aus der Praxis. Die Schwerpunkte der Schule liegen auf den Bereichen Mechatronik, Automatisierung, Maschinenbau sowie Industrie 4.0 und digitale Produktion.

Ziel des Besuchs war der Aufbau einer langfristigen internationalen Kooperation. Im Fokus stehen dabei eine Schulpartnerschaft, gegenseitige Erasmus+-Mobilitäten für Lernende und Lehrkräfte, gemeinsame technische Projekte sowie der fachliche Austausch im Sinne von Job Shadowing.

Im Rahmen eines gemeinsamen Treffens wurden bereits konkrete Maßnahmen vereinbart: Der Austausch von Unterrichtsmaterialien im Bereich Künstliche Intelligenz und Automatisierung, gegenseitige Lehrerbesuche im Sommer und Herbst 2026, Schülerpraktika in beiden Ländern sowie erste Planungen für einen Schüleraustausch.

Der Besuch stellte einen wichtigen Schritt zur weiteren Internationalisierung der Technikerschule Neumarkt dar. Die Zusammenarbeit mit dem ITS Meccatronico eröffnet neue Perspektiven für praxisnahe Ausbildung, internationale Erfahrungen und nachhaltige Bildungskooperationen.

Übergabe des Gastgeschenks in Form eines Geschenkkorbs an den Leiter der IST Meccatronico Giorgio Spanevello
Übergabe des Gastgeschenks in Form eines Geschenkkorbs an den Leiter der IST Meccatronico Giorgio Spanevello
Lehrkräfte der Technikerschule Neumarkt und des IST Meccatronico beim Besuch in Vicenza
Lehrkräfte der Technikerschule Neumarkt und des IST Meccatronico beim Besuch in Vicenza

Erstes Jahr ERASMUS+ am BSZ Neumarkt – Statusbericht

Montag, 09.06.2026

Das erste Jahr der Teilnahme am europäischen Förderprogramm ERASMUS+ am BSZ Neumarkt war geprägt von den ersten erfolgreich umgesetzten internationalen Mobilitäten. Parallel dazu wurde ein fachbereichsübergreifendes ERASMUS-Team aufgebaut, das die Planung und Organisation der Aktivitäten koordiniert und kontinuierlich weiterentwickelt. Ein besonderer Dank gilt dem engagierten ERASMUS-Team, dessen Einsatz diese Entwicklungen erst möglich gemacht hat.

 
Organigramm ERASMUS+
Organigramm ERASMUS+

Mehrere Abteilungen der Berufsschule beteiligten sich bereits am Programm. Die Abteilung Metalltechnik organisierte einen vorbereitenden Besuch, sowie eine Schülermobilität nach Meran in Italien. In der Abteilung Agrarwirtschaft und Gesundheit fand bereits zum zweiten Mal eine Schülermobilität nach Salzburg in Österreich statt. Zudem absolvierte eine Schülerin aus der Abteilung Wirtschaft und Verwaltung ein Praktikum in Amsterdam in den Niederlanden. Ein weiterer vorbereitender Besuch von zwei Lehrkräften der Wirtschafts-/Technikerschule und Metallabteilung fand an der Partnerschule TECHIN in Vilnius, Litauen, statt.

Globale Lern- und Arbeitsorte im Jahr 2025 und 2026
Globale Lern- und Arbeitsorte im Jahr 2025 und 2026

Erste Mobilitäten konnten zudem an der Technikerschule realisiert werden. Schülerinnen und Schüler der Fachrichtungen Bautechnik, Maschinenbautechnik und Elektrotechnik absolvierten Auslandspraktika in Österreich, Slowenien, der Slowakei, Schweden und Taiwan. Darüber hinaus besuchten Lehrkräfte die Partnerschule „ITS Meccatronico“ in Vicenza, Italien, um eine langfristige Kooperation aufzubauen.

Der erfolgreiche Start zeigt das Potenzial des Programms für die internationale Zusammenarbeit am BSZ Neumarkt. Ziel ist es, die bestehenden Partnerschaften weiter auszubauen und künftig noch mehr Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften internationale Erfahrungen zu ermöglichen.

Mitglieder des ERASMUS-Team des BSZ Neumarkt
Mitglieder des ERASMUS-Team des BSZ Neumarkt

Abschlussfahrt der ET2 und MT2 nach Prag

10.05.2026

Vom 27. bis 30. April unternahmen die Klassen ET2 und MT2 der Fachschulen für Elektrotechnik und Maschinenbautechnik ihre Abschlussfahrt nach Prag. Die An- und Rückreise erfolgte jeweils mit dem Zug.

Während des Aufenthalts erkundeten die Klassen die Stadt und besichtigten verschiedene Sehenswürdigkeiten. Besonders beeindruckend war die Karlsbrücke mit ihrem Blick auf die Moldau und die Prager Altstadt. Auch weitere historische Orte der Stadt vermittelten einen guten Eindruck von der Kultur und Geschichte Prags.

Prager Burg mit Abschlussklassen

Abbildung: Die Abschlussklassen ET2 und MT2 vor der Prager Burg

Abschlussklassen vor technischem Museum

Abbildung: Besuch des technischen Museums

Ein Höhepunkt der Fahrt war der Besuch der Prager Burg. Die große Burganlage, ihre historischen Gebäude und der Ausblick über die Stadt machten diesen Programmpunkt besonders sehenswert.

Außerdem besuchten die Schülerinnen und Schüler das Technische Museum Prag. Dort konnten sie zahlreiche Ausstellungen zu Technik, Verkehr, Maschinenbau und Elektrotechnik ansehen, die gut zu den Fachrichtungen der beiden Klassen passten.


Am 30. April ging es mit dem Zug zurück. Insgesamt war die Abschlussfahrt eine gelungene Mischung aus Kultur, Technik und gemeinsamen Erlebnissen.

Schulung in hardwarenaher Programmierung für die Klassen ET1 und KI1

Neumarkt, 27.03.2026

C-Schulung mit Experte Peter Loos

Die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung prägen zunehmend nahezu alle Lebensbereiche – von industriellen Prozessen bis hin zu intelligenten Alltagsanwendungen. Um die Schüler optimal auf diese Entwicklungen vorzubereiten, setzt die Technikerschule Neumarkt weiterhin auf eine fundierte Ausbildung in zentralen Programmiersprachen. Neben Python, das insbesondere in den Bereichen Datenanalyse und Künstliche Intelligenz eine bedeutende Rolle spielt, nimmt auch die Sprache C einen festen Platz im Curriculum ein.

C gilt nach wie vor als eine der wichtigsten Programmiersprachen für technische Systeme. Sie bildet die Grundlage zahlreicher Betriebssysteme, kommt in der Mikrocontroller-Programmierung zum Einsatz und ist essenziell für eingebettete Systeme. Durch ihre Hardware-Nähe ermöglicht sie eine besonders effiziente und direkte Steuerung technischer Komponenten – ein entscheidender Vorteil in Bereichen wie der Automobiltechnik, Medizintechnik oder modernen Energieversorgung. Wer technische Systeme verstehen und aktiv mitgestalten möchte, kommt an C nicht vorbei.

Auch in diesem Schuljahr fand wieder eine mehrtägige Intensivschulung zur Programmiersprache C statt. Besonders erfreulich: Neben der Klasse ET1 nahm in diesem Jahr erstmals auch die neue Fachrichtung KI1 teil. Damit wurde ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung interdisziplinärer Ausbildung und enger Verzahnung von klassischer Technik und Künstlicher Intelligenz gemacht.

Als Dozent konnte erneut Peter Loos gewonnen werden – ein ausgewiesener Experte mit über 30 Jahren Erfahrung in der Softwareentwicklung. Als Trainer, Autor und Dozent versteht er es, komplexe Inhalte verständlich und praxisnah zu vermitteln. Sein Fachwissen reicht von C und C++ bis hin zu modernen Softwarearchitekturen und Design Patterns. Seine Schulungen stellen für unsere angehenden Technikerinnen und Techniker stets eine große fachliche Bereicherung dar.

Praxisnah und zukunftsorientiert

Wie bereits im Vorjahr nahm auch diesmal ein externer Teilnehmer aus der Industrie an der Schulung teil. Der direkte Austausch zwischen Schule und Wirtschaft bot den Schülern wertvolle Einblicke in reale Anwendungsfelder und ermöglichte es ihnen, ihr Wissen in einem praxisnahen Kontext zu vertiefen.

Die Schulung war geprägt von intensiven Arbeitstagen, spannenden Impulsen und zahlreichen praktischen Übungen. Die Technikerschule Neumarkt bedankt sich herzlich bei Peter Loos für sein Engagement und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit in den kommenden Jahren.

Peter Loos mit den Klassen ET1 und KI1
Abbildung: Peter Loos mit den Klassen ET1 und KI1

Über den Referenten

Peter Loos arbeitet seit über 30 Jahren als Software-Entwickler, Trainer, Lehrer, Autor und Programmiersprachen-Liebhaber im Umfeld von C/C++, Java, C# und vielen anderen Software-Technologien.

Das Repertoire seiner Seminare umfasst unter anderem:

  • C/C++ Grundlagen Programmierung (Basiswissen)
  • C++ Programmierung für Fortgeschrittene
  • Modern C++ (Erweiterungen C++11 bis C++23)
  • Design Pattern in C++
  • Umstieg klassisches C++ auf Modern C++

Weitere Informationen unter peterloos.de/page/training.

Technikerschule Neumarkt gratuliert zum Projektstart SAAMIR

Donnerstag, 12.03.2026

NeujahrsempfangTCParsberg

Im Rahmen des Neujahrsempfangs 2026 am Technologie Campus Parsberg-Lupburg waren auch Lehrkräfte der Technikerschule Neumarkt vor Ort. In zahlreichen Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern des Campus nutzten wir die Gelegenheit, zum erfolgreichen Start des Forschungsprojekts „SAAMIR“ zu gratulieren und unsere Anerkennung für die engagierte Arbeit am Standort auszudrücken.


Der Empfang bot einen wertvollen Rahmen, um Wissenschaft, Wirtschaft und Bildung miteinander ins Gespräch zu bringen. Besonders beeindruckend ist das Themenfeld rund um die additive Fertigung von Großbauteilen sowie das zugrundeliegende Verfahren SAAM (Submerged Arc Additive Manufacturing), das am Campus weiterentwickelt und im Projekt SAAMIR in den Fokus gerückt wird.
Neben den Glückwünschen stand für uns vor allem der Blick nach vorn im Mittelpunkt: Wir möchten eine Kooperation mit dem Technologie Campus aufbauen. Dazu führten wir intensive und konstruktive Gespräche, wie sich eine Zusammenarbeit konkret gestalten lässt.


Wir freuen uns auf die nächsten Schritte und darauf, gemeinsam mit dem Technologie Campus Parsberg-Lupburg neue Wege zu gehen – im Sinne einer praxisnahen Qualifizierung und einer starken Vernetzung von Bildung und Innovation in der Region.