Besuch des ITS Meccatronico aus Vicenza an der Technikerschule Neumarkt

Besuch des ITS Meccatronico aus Vicenza an der Technikerschule Neumarkt

Dienstag, 01.09.2026

Im Rahmen des Erasmus+-Programms begrüßte die Technikerschule Neumarkt Gaspare di Como von der italienischen Partnerschule ITS Meccatronico Vicenza. Der Besuch knüpfte an den Austausch unseres Erasmus-Teams in Vicenza an und diente der weiteren Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen beiden Bildungseinrichtungen.

Während des Aufenthalts erhielt der Gast Einblicke in den Unterricht, die Werkstätten und verschiedene Praxisprojekte der Technikerschule. Zudem standen Gespräche mit Lehrkräften und der Schulleitung sowie der Austausch über innovative Ausbildungs- und Unterrichtskonzepte im Mittelpunkt.

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Der Schulleiter Herr Pröbster mit Gaspare di Como vom ITS-Meccatronico und dem Team der Technikerschule

Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch der Firmengruppe Max Bögl in Sengenthal. Dort erhielten die Teilnehmer einen Einblick in die Baufabrik, Forschung und Entwicklung sowie in verschiedene Produktions- und Fertigungsbereiche. Der Unternehmensbesuch bot wertvolle Impulse für die Verbindung von beruflicher Bildung und industrieller Praxis.

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Besuch der Firmengruppe Max Bögl in Sengenthal mit dem Referenten Markus Seitz

Im Fokus des Besuchs standen außerdem die Planung eines regelmäßigen Schüleraustauschs, gemeinsamer Projekte sowie weiterer Erasmus+-Aktivitäten. Beide Schulen möchten die internationale Zusammenarbeit in den kommenden Jahren weiter ausbauen und ihren Studierenden neue Möglichkeiten für interkulturelle und fachliche Erfahrungen bieten.

ERASMUS-Praktikumsbericht in Stockholm

Dienstag, 21.07.2026

Im Rahmen meiner Weiterbildung zum Techniker hatte ich die Möglichkeit, ein zweiwöchiges Erasmus-Praktikum in Stockholm zu absolvieren. Ziel des Aufenthalts war es, internationale Berufserfahrung zu sammeln, meine Englischkenntnisse zu verbessern und Einblicke in die Arbeitsweise eines schwedischen Unternehmens zu erhalten.

Mein Praktikum absolvierte ich bei Inmotion in Stockholm. Während dieser Zeit konnte ich sowohl fachlich als auch persönlich viele wertvolle Erfahrungen sammeln und eine neue Arbeitskultur kennenlernen.

ERASMUS: Praktikum bei Inmotion
ERASMUS: Praktikum bei Inmotion
ERASMUS: Freizeit während des Praktikums in Schweden
ERASMUS: Freizeit während des Praktikums in Schweden

Anreise und erste Eindrücke

Die Anreise nach Stockholm erfolgte mit dem Flugzeug. Bereits nach meiner Ankunft fiel mir die sehr gute Organisation des öffentlichen Nahverkehrs auf. Durch die zahlreichen Bahn-, Bus- und U-Bahn-Verbindungen war es einfach, sich in der Stadt zu orientieren und verschiedene Orte zu erreichen.

Meine Unterkunft befand sich außerhalb des Stadtzentrums. Dadurch konnte ich nicht nur die Innenstadt kennenlernen, sondern auch einen guten Eindruck vom schwedischen Alltag gewinnen. Die Umgebung war sehr ruhig, sauber und von viel Natur geprägt. Trotz ihrer Größe wirkte die Hauptstadt deutlich entspannter als viele deutsche Großstädte.

Das Praktikum bei Inmotion

Inmotion ist ein international tätiges Unternehmen im Bereich der elektrischen Antriebstechnik und Leistungselektronik für Fahrzeuge.

Während meines Praktikums arbeitete ich im Prüffeld. Dort unterstützte ich bei verschiedenen technischen Aufgaben und erhielt Einblicke in die tägliche Arbeit der Prüf- und Entwicklungsabteilungen.

Zu meinen Tätigkeiten gehörten der Aufbau verschiedener Versuche, die Unterstützung bei technischen Prüfungen und das Testen neuer Umrichter

Besonders interessant war für mich die praktische Arbeit im Prüffeld. Dabei konnte ich mein technisches Wissen aus der Weiterbildung anwenden und gleichzeitig neue Erfahrungen im Umgang mit moderner Prüftechnik sammeln.

Ein weiterer wichtiger Aspekt war die internationale Arbeitsumgebung. Da die Kommunikation auf Englisch stattfand, konnte ich meine Sprachkenntnisse deutlich verbessern.

ERASMUS: Freizeit während des Praktikums in Schweden
ERASMUS: Freizeit während des Praktikums in Schweden

Freizeit und Erkundung von Stockholm

Neben dem Praktikum nutzte ich die freie Zeit, um Stockholm und die Umgebung zu erkunden. Besonders beeindruckt haben mich die vielen Grünflächen und die Nähe zur Natur.

Ein besonderes Erlebnis war der Besuch des Tyresta-Nationalparks südlich von Stockholm. Der Nationalpark ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und bietet einen starken Kontrast zur Großstadt. Schon am Eingangsbereich fiel mir auf, wie ruhig und naturbelassen die Umgebung wirkt. Von dort aus führen mehrere gut ausgeschilderte Wanderwege durch dichte Wälder, vorbei an Felsen, kleinen Seen und typischen schwedischen Landschaften.

Für mich war der Ausflug in den Tyresta-Nationalpark ein wichtiger Teil meines Aufenthalts, weil ich dort Schweden außerhalb der Stadt kennenlernen konnte. Nach den Arbeitstagen im Praktikum war die Zeit in der Natur eine gute Möglichkeit, abzuschalten und neue Eindrücke zu sammeln. Der Besuch hat mir gezeigt, wie eng in Stockholm Stadtleben und Natur miteinander verbunden sind.

Persönliches Fazit

Das Erasmus-Praktikum in Stockholm war für mich eine sehr wertvolle Erfahrung. Ich konnte nicht nur fachliche Kenntnisse erweitern, sondern auch viele neue Eindrücke über das Leben und Arbeiten in einem anderen Land gewinnen.

Besonders hilfreich waren die täglichen Gespräche auf Englisch, die Zusammenarbeit in einem internationalen Umfeld sowie die Einblicke in die schwedische Arbeitskultur.

Rückblickend war das Praktikum eine große persönliche und berufliche Bereicherung.

Benedikt Seger, Klasse ET1

ERASMUS+ Vorbereitender Besuch in Vilnius

Dienstag, 21.07.2026

Vom 10. bis 13. Juni 2026 besuchten Cornelia von Prittwitz und David Niebler vom Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Neumarkt die litauische Hauptstadt Vilnius. Ziel des Vorbesuchs war die Vorbereitung zukünftiger Erasmus+-Austauschaktivitäten mit dem beruflichen Ausbildungszentrum TECHIN sowie dem Unternehmen MeTec.

Litauen ist ein baltischer Staat mit rund 2,9 Millionen Einwohnern und seit dem 1. Mai 2004 Mitglied der Europäischen Union. Das Land grenzt an Lettland, Polen, Belarus sowie an die russische Exklave Kaliningrad. Zwischen Kaliningrad und Belarus liegt der sogenannte Suwałki-Korridor, der die baltischen Staaten mit dem übrigen NATO-Gebiet verbindet. Vilnius selbst zeigt ein spannendes Nebeneinander historischer Altstadt, sowjetisch geprägter Architektur und moderner Stadtentwicklung.

ERASMUS+ Lehrkräfte besuchen Ausbildungszentrum TECHIN
ERASMUS+ Lehrkräfte besuchen Ausbildungszentrum TECHIN
ERASMUS+ Lehrkraft Cornelia von Prittwitz
ERASMUS+ Lehrkraft Cornelia von Prittwitz

Der Besuch bei TECHIN wurde von der Erasmus-Koordinatorin Vytautė organisiert. TECHIN ist ein staatliches berufliches Ausbildungszentrum mit technischen Schwerpunkten, unter anderem in IT, Elektrotechnik/Energie, Mechatronik, CNC-Metallbearbeitung, Schweißtechnik und Gebäudetechnik. Die Ausbildungsangebote richten sich an unterschiedliche Altersgruppen: an Jugendliche in der Berufsorientierung, an junge Menschen in der Erstausbildung sowie an Erwachsene, die sich weiterqualifizieren oder umschulen möchten.

Nach der Begrüßung stellten beide Schulen ihre Bildungssysteme, technischen Schwerpunkte und Erasmus+-Erfahrungen vor. Besonders interessant war der Vergleich der beruflichen Ausbildung: In Litauen ist sie stärker schulisch organisiert als in Deutschland, wird aber durch praktische Phasen in Betrieben und moderne Trainingszentren ergänzt. Die Ausbildungsgänge sind modular aufgebaut und ermöglichen je nach Bildungsgang verschiedene berufliche Qualifikationen.

 

Anschließend erhielten wir Einblicke in die Ausbildungsbereiche Schweißtechnik, Elektrotechnik und Mechatronik. Besonders beeindruckend waren die modernen Praxisräume und die enge Zusammenarbeit mit Unternehmen. Zum Abschluss wurden mögliche Formen der Zusammenarbeit besprochen, etwa Lehrkräfteaustausch, Schülerpraktika, gemeinsame technische Projekte und ein Gegenbesuch litauischer Lehrkräfte in Neumarkt.


Am 12. Juni besuchten wir die Firma MeTec, die zur Martin Group gehört. Die Martin Group betreibt auch einen Standort in Parsberg und bildet dort unter anderem Werkzeugmechaniker aus. Eine Mitarbeiterin empfing uns auf Deutsch am Hotel und begleitete uns zum Unternehmen.

Während des Besuchs erhielten wir einen umfassenden Einblick in die Fertigungsprozesse. Der Fertigungsleiter stellte die Produktion vor und erläuterte Maßnahmen zur Optimierung der Abläufe. Sowohl TECHIN als auch MeTec zeigten großes Interesse an einer zukünftigen zusammenarbeit und an der Aufnahme von Schülerinnen und Schülern aus Neumarkt im Rahmen von Erasmus+-Projekten.

Jaroslav Grigoroviĉ (Mitte) erklärte uns ein Folgeverbundwerkzeug
Jaroslav Grigoroviĉ (Mitte) erklärte uns ein Folgeverbundwerkzeug

Besuch der Technikerschule Neumarkt am ITS Meccatronico (Italien)

Montag, 09.06.2026

Im Zeitraum vom 22.04.2026 bis 25.04.2026 besuchte eine fünfköpfige Delegation der Technikerschule Neumarkt das ITS Meccatronico Veneto in Italien. Teilnehmende Lehrkräfte waren Christian Schlierf (Elektrotechnik), Andreas Karg (Maschinenbau), Christian Meier (Künstliche Intelligenz), Fritz Herrmann (Metalltechnik) sowie Cornelia von Prittwitz (Wirtschaftsschule).

Das ITS Meccatronico ist eine Einrichtung der höheren technischen Bildung, vergleichbar mit einer deutschen Fachschule. Die zweijährige Ausbildung zeichnet sich durch eine enge Verzahnung mit der Industrie aus: Rund die Hälfte der Ausbildungszeit findet in Unternehmen statt, und ein Großteil der Lehrkräfte kommt direkt aus der Praxis. Die Schwerpunkte der Schule liegen auf den Bereichen Mechatronik, Automatisierung, Maschinenbau sowie Industrie 4.0 und digitale Produktion.

Ziel des Besuchs war der Aufbau einer langfristigen internationalen Kooperation. Im Fokus stehen dabei eine Schulpartnerschaft, gegenseitige Erasmus+-Mobilitäten für Lernende und Lehrkräfte, gemeinsame technische Projekte sowie der fachliche Austausch im Sinne von Job Shadowing.

Im Rahmen eines gemeinsamen Treffens wurden bereits konkrete Maßnahmen vereinbart: Der Austausch von Unterrichtsmaterialien im Bereich Künstliche Intelligenz und Automatisierung, gegenseitige Lehrerbesuche im Sommer und Herbst 2026, Schülerpraktika in beiden Ländern sowie erste Planungen für einen Schüleraustausch.

Der Besuch stellte einen wichtigen Schritt zur weiteren Internationalisierung der Technikerschule Neumarkt dar. Die Zusammenarbeit mit dem ITS Meccatronico eröffnet neue Perspektiven für praxisnahe Ausbildung, internationale Erfahrungen und nachhaltige Bildungskooperationen.

Übergabe des Gastgeschenks in Form eines Geschenkkorbs an den Leiter der IST Meccatronico Giorgio Spanevello
Übergabe des Gastgeschenks in Form eines Geschenkkorbs an den Leiter der IST Meccatronico Giorgio Spanevello
Lehrkräfte der Technikerschule Neumarkt und des IST Meccatronico beim Besuch in Vicenza
Lehrkräfte der Technikerschule Neumarkt und des IST Meccatronico beim Besuch in Vicenza

Erstes Jahr ERASMUS+ am BSZ Neumarkt – Statusbericht

Montag, 09.06.2026

Das erste Jahr der Teilnahme am europäischen Förderprogramm ERASMUS+ am BSZ Neumarkt war geprägt von den ersten erfolgreich umgesetzten internationalen Mobilitäten. Parallel dazu wurde ein fachbereichsübergreifendes ERASMUS-Team aufgebaut, das die Planung und Organisation der Aktivitäten koordiniert und kontinuierlich weiterentwickelt. Ein besonderer Dank gilt dem engagierten ERASMUS-Team, dessen Einsatz diese Entwicklungen erst möglich gemacht hat.

 
Organigramm ERASMUS+
Organigramm ERASMUS+

Mehrere Abteilungen der Berufsschule beteiligten sich bereits am Programm. Die Abteilung Metalltechnik organisierte einen vorbereitenden Besuch, sowie eine Schülermobilität nach Meran in Italien. In der Abteilung Agrarwirtschaft und Gesundheit fand bereits zum zweiten Mal eine Schülermobilität nach Salzburg in Österreich statt. Zudem absolvierte eine Schülerin aus der Abteilung Wirtschaft und Verwaltung ein Praktikum in Amsterdam in den Niederlanden. Ein weiterer vorbereitender Besuch von zwei Lehrkräften der Wirtschafts-/Technikerschule und Metallabteilung fand an der Partnerschule TECHIN in Vilnius, Litauen, statt.

Globale Lern- und Arbeitsorte im Jahr 2025 und 2026
Globale Lern- und Arbeitsorte im Jahr 2025 und 2026

Erste Mobilitäten konnten zudem an der Technikerschule realisiert werden. Schülerinnen und Schüler der Fachrichtungen Bautechnik, Maschinenbautechnik und Elektrotechnik absolvierten Auslandspraktika in Österreich, Slowenien, der Slowakei, Schweden und Taiwan. Darüber hinaus besuchten Lehrkräfte die Partnerschule „ITS Meccatronico“ in Vicenza, Italien, um eine langfristige Kooperation aufzubauen.

Der erfolgreiche Start zeigt das Potenzial des Programms für die internationale Zusammenarbeit am BSZ Neumarkt. Ziel ist es, die bestehenden Partnerschaften weiter auszubauen und künftig noch mehr Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften internationale Erfahrungen zu ermöglichen.

Mitglieder des ERASMUS-Team des BSZ Neumarkt
Mitglieder des ERASMUS-Team des BSZ Neumarkt

ERASMUS-Praktikumsbericht: 3D-Modellierung und Kultur in Bratislava

Mittwoch, 11.03.2026

Im Rahmen meiner Weiterbildung zum Bautechniker hatte ich die besondere Gelegenheit, ein Auslandspraktikum in Bratislava, Hauptstadt der Slowakei, zu absolvieren. Dort konnte ich Kenntnisse in der 3D-Modellierung sammeln und wertvolle Einblicke in die internationale Zusammenarbeit sowie den Einsatz digitaler Werkzeuge und künstlicher Intelligenz gewinnen.
Zur Vorbereitung hatte ich bereits im Frühjahr 2025 begonnen, meine Englischkenntnisse aufzufrischen – was sich als hilfreich erwies, denn im Büro wurde schnell auf Englisch umgestellt. Während meine Kolleginnen und Kollegen sich mühelos verständigten, war es für mich anfangs noch eine kleine Herausforderung, die ich aber motiviert annahm.

Das Team vor Ort, bestehend aus sieben Modellierern und Architekten, empfing mich sehr offen und unterstützte mich bei Fragen jederzeit. Auch in den gemeinsamen Mittagspausen, bei traditionellem Essen aus der Gastwirtschaft nebenan, wurde konsequent Englisch gesprochen – eine gute Gelegenheit, sprachlich und kulinarisch dazuzulernen.

ERASMUS: AM1

Im Unternehmen konnte ich nach einer gründlichen Einarbeitung besonders in den Bereichen Punktwolken-Referenzierung, deren Aufbereitung sowie der Qualitätssicherung von 3D-Modellen aktiv an den laufenden Projekten mitwirken.


Die Modellierung selbst erfordert viel Erfahrung, da gleichzeitig an verschiedenen Ansichten, Geschossen und Bauteilen gearbeitet werden muss und die Geometrien dabei oft sehr komplex sind. Ich konnte hierbei nur geringfügig beitragen, weshalb ich in meiner Schülerversion von Allplan eine eigene Modellierung vorgenommen habe. Für das Büro war es interessant, auch einmal einen Vergleich zu ihrer „Standardsoftware“ Autodesk Revit zu haben. Die Bezeichnung „Standardsoftware“ ist bewusst in Anführungszeichen gesetzt, da MapIndoor viele Auftraggeber hat, die unterschiedlichste Ausarbeitungen in verschiedenen Softwarelösungen benötigen. Das Projekt handelte um einen Straßenzug in Bratislava, der als Grundlage für eine neue Ortsplanung komplett, samt dieser Brücke, modelliert wurde.

ERASMUS: AM2

Abbildung: Praktikumsarbeiten mit 3D-Modellierung 

ERASMUS: AM3

Obwohl ich kein großer Stadt Fan bin, hat mich Bratislava architektonisch begeistert. Der Mix aus historischer Bausubstanz, sozialistischen Wohnblocks und moderner Architektur war nicht nur spannend anzusehen, sondern auch fachlich sehr inspirierend.

Die Menschen sind sehr offen und viel draußen unterwegs. Überall gab es Spielplätze, Bolzplätze, Volleyballfelder oder Outdoor-Fitnessparks, die von Jung und Alt genutzt wurden. Abends war die Stadt genauso lebendig – die Leute waren noch lange draußen, und auch ich war ab und zu unterwegs und habe die entspannte Stimmung genossen.

Trotzdem durfte am Wochenende eine Wanderung in den nahegelegenen Waldgebieten nicht fehlen. Dort konnte man ungestört kilometerweit spazieren gehen und die unberührte Natur zur Erholung genießen.
Meine Wanderung erstreckte sich über etwa 10 Kilometer durch einen reinen Buchenwald. Das hat mich sehr beeindruckt, da ich so große Buchenwälder von zuhause nicht kenne.

ERASMUS: AM4

ERASMUS-Praktikumsbericht: Konstruktionsprojekte und Kultur in Taiwan

Mittwoch, 01. Oktober 2025

ERASMUS-Auslandspraktikum in Taiwan von Bastian Eberhard

Im Rahmen des Erasmus+ Förderprogramms und in Zusammenarbeit mit der Technikerschule Neumarkt erhielt ich die Möglichkeit, ein zweiwöchiges Auslandspraktikum in Taichung, Taiwan zu absolvieren. Ziel des Aufenthalts war es, in einem internationalen Umfeld praktische Erfahrungen zu sammeln, ein technisches Projekt aktiv mitzugestalten und zugleich interkulturelle Kompetenzen zu erweitern.

Das Projekt war thematisch eng mit dem regional stark verankerten Radsport verbunden. Über die Firma Messingschlager GmbH & Co. KG aus Baunach, einem der größten Importeure und Distributoren von Fahrradteilen in Europa, ergab sich die Kooperation mit dem taiwanischen Partnerunternehmen Marx-Tech TW Ltd.. Während Messingschlager in Deutschland als Vertriebs- und Innovationspartner agiert, übernimmt Marx-Tech die Entwicklung, Konstruktion und Qualitätskontrolle von Fahrradkomponenten direkt vor Ort in Asien.

• Firma Messingschlager
• Marx-Tech TW Ltd.

ERASMUS - BE3
Abbildung 3: Arbeitsplatz im Büro
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Abbildung 1: Firmenlogo
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Abbildung 2: Ausblick auf Taichung aus dem Büro
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Abbildung 4: Fertiges Pedaldesign

Projektarbeit und Tätigkeiten

Das Projekt drehte sich um die Entwicklung eines neuen Mountainbike-Pedals. In den ersten Tagen nahm ich an Team-Meetings und Werksbesuchen teil, unter anderem bei Chang-Yong einer CNC-Fertigung und bei einem Achshersteller FPG. Dort erhielt ich spannende Einblicke in verschiedene Fertigungsverfahren wie Extrusion, Druckguss und Schmieden und lernte die Eigenschaften unterschiedlicher Aluminiumlegierungen kennen.

Im weiteren Verlauf arbeitete ich mit CAD-Programmen an der Konstruktion des Pedals und bereitete den 3D-Druck für die Prototypen vor. Diese wurden mehrfach erstellt, geprüft und verbessert, unter anderem durch Anpassung der Maße und Verstärkung bestimmter Bauteile. Parallel dazu unterstützte ich die Projektorganisation, indem ich die Smartsheet-Timeline überarbeitete. Zum Abschluss fertigte ich 2D-Bauteilzeichnungen mit Toleranzen an, die an eine CNC-Firma weitergegeben wurden.

Kulturelle Eindrücke

Neben der fachlichen Arbeit bot mir das Praktikum die Möglichkeit, die Kultur und das Leben in Taiwan intensiv kennenzulernen. Besonders eindrucksvoll waren die Wochenendausflüge mit dem Fahrrad. Ich konnte sowohl durch die Berge als auch entlang der Küste fahren und dabei die landschaftliche Vielfalt Taiwans erleben. Daneben besuchte ich regelmäßig die lebhaften Nachtmärkte. Die große Auswahl an Street Food – von traditionellen Gerichten bis zu modernen Snacks – gab mir einen authentischen Eindruck von der taiwanischen Esskultur.
Auch das Arbeitsumfeld half mir, meine Englischkenntnisse deutlich zu verbessern. Da im Betrieb viel auf Englisch kommuniziert wurde, stellte dies anfangs eine kleine Herausforderung dar. Durch die tägliche Zusammenarbeit im Team, gemeinsame Besprechungen und auch die privaten Gespräche mit Kollegen konnte ich mein Sprachverständnis aber schnell vertiefen und mich sicherer ausdrücken.

Fazit

Insgesamt war die Projektarbeit in Taiwan für mich eine sehr wertvolle und prägende Erfahrung. Ich konnte meine Kenntnisse im CAD-Design und Prototyping erweitern, mein technisches Verständnis vertiefen und gleichzeitig meine Englischkenntnisse verbessern. Darüber hinaus habe ich durch meinen Aufenthalt meinen persönlichen Horizont erweitert und unvergessliche Eindrücke von Land und Leuten mitgenommen.

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Abbildung 5: Fengchia Night Market
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Abbildung 6: Gaomei Wetlands
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Abbildung 7: Dakeng Hiking Trail No.3

ERASMUS-Praktikumsbericht: Bauprojekte und Naturerlebnisse im Kleinwalsertal

Mittwoch, 01. Oktober 2025

ERASMUS-Auslandspraktikum in Österreich von Johanna Baumann

Vorstellung der Praktikumsumgebung

Ich habe mein Praktikum in Österreich absolviert, das aus insgesamt neun Bundesländern besteht. Meine Praktikumswochen verbrachte ich im westlichsten Teil des Landes, im zweitkleinsten Bundesland: Vorarlberg. Vorarlberg grenzt an Deutschland, die Schweiz und Liechtenstein und ist bekannt für seine alpine Landschaft, seine hohe Lebensqualität sowie seine traditionsbewusste und zugleich moderne Baukultur.


Mein Praktikumsbetrieb hatte seinen Sitz in Mittelberg, einer Gemeinde im Kleinwalsertal. Dieses Tal stellt eine geografische Besonderheit dar: Es gehört zwar zu Österreich, ist jedoch aufgrund der Lage ausschließlich über Deutschland (genauer: über Oberstdorf in Bayern) auf dem Verkehrsweg erreichbar. Dadurch bestehen enge wirtschaftliche und infrastrukturelle Verbindungen zwischen dem Tal und dem benachbarten Allgäu.
Das Unternehmen, bei dem ich mein Praktikum absolvieren durfte, betreut ausschließlich Bauprojekte im Kleinwalsertal. Durch diese klare regionale Ausrichtung hatte ich die Möglichkeit, zahlreiche verschiedene Bauvorhaben direkt im Tal kennenzulernen.


Der Betrieb beschäftigt aktuell fünf Mitarbeitende, darunter zwei Bauzeichnerinnen, einen Energieberater, eine Bürokauffrau sowie den Geschäftsführer, der gleichzeitig als Bauleiter fungiert. Gearbeitet wird hauptsächlich mit dem österreichischen CAD-Programm ABiS, vorwiegend in 2D. Das Leistungsspektrum des Büros umfasst die Erstellung von Bauanträgen, Energieberatungen, die Bauleitung vor Ort sowie Bauträgertätigkeiten. So erhielt ich im Laufe meines Praktikums Einblicke in alle Planungs- und Ausführungsphasen eines Bauprojekts – von der ersten Idee bis zur Umsetzung auf der Baustelle

Erasmus - JB1
Erasmus - JB2

Praktikumstätigkeiten

Während meines Praktikums konnte ich zahlreiche Baustellen begleiten und dabei wertvolle Einblicke in die Abläufe auf dem Bau sowie in die Aufgaben der Bauleitung gewinnen. Besonders spannend war die Renovierung einer Wohnung, bei der ich die Verlegung von Vinylboden, die Montage von Heizkörpern und Sanitäranlagen sowie Elektroinstallationen miterleben durfte.


Bei einer weiteren, fast abgeschlossenen Sanierung eines Zweifamilienhauses wurde die Hofeinfahrt asphaltiert. Mir wurde erklärt, dass Asphalt in der Region häufig bevorzugt wird, da er bei Schneefall leichter zu räumen ist und sich besser für steile Zufahrten eignet. Auch die Fassadengestaltung war interessant: Im Erdgeschoss kam Kunststein mit Bruchsteinoptik zum Einsatz, im Obergeschoss eine rustikale Holzverkleidung mit einer vorgesetzten Schalung.


Auf einer weiteren Baustelle wurde das Dachgeschoss eines bestehenden Gebäudes umgebaut. Ich konnte den Rückbau der Innen- und Außenwände begleiten, bei dem alte Verkleidungen entfernt und verschiedene Materialien wie Ziegel- und Bimssteine freigelegt wurden. Parallel dazu durfte ich im Büro die Mengen für Maler-, Boden- und Estricharbeiten ermitteln und bei der Erstellung der Ausschreibungstexte mitwirken.


Auch bei der Sanierung eines denkmalgeschützten Altbaus war ich dabei. Dort entstehen eine Gaststätte, Verkaufsräume und eine Wohnung. Besonders die Umsetzung traditioneller Elemente unter Berücksichtigung moderner Bauvorschriften war hier eine Herausforderung.
Zusätzlich nahm ich an Planungsgesprächen für zukünftige Projekte teil, etwa für den Umbau eines Gasthofs in Ferienwohnungen oder den Neubau eines Ärztehauses.

Landschaftliche und kulturelle Einblicke ins Kleinwalsertal

In meiner Freizeit habe ich das alpin geprägte Kleinwalsertal bei zahlreichen Wanderungen erkundet. Besonders beeindruckt hat mich eine Tour ins idyllische Gemsteltal. Am Ende des Tals öffnet sich der Blick auf einen beeindruckenden Wasserfall, den man zwar nur aus der Ferne sieht, der aber dennoch ein echtes Highlight darstellt. Auf einer Alm genoss ich anschließend eine typische österreichische Hüttenbrotzeit mit selbstgemachtem Käse – ein echtes Geschmackserlebnis. Ein besonderes Highlight war der Moment, als der Wirt ein Fernrohr aufstellte und ich zum ersten Mal in meinem Leben Steinböcke beobachten konnte.


Ein weiteres unvergessliches Erlebnis war die Wanderung auf das Walmedingerhorn, das 1.990 Metern hoch ist. Der Aufstieg wurde mit einem atemberaubenden Panoramablick über das Kleinwalsertal und die umliegenden Gipfel belohnt, dabei konnte ich sogar einen Blick auf die Zugspitze werfen. Für den Rückweg nutzte ich die Seilbahn – ein praktisches Angebot, denn im Sommer können Übernachtungsgäste Busse und Bergbahnen im Tal kostenlos nutzen.


An meinem letzten Praktikumstag erlebte ich noch ein echtes Stück regionaler Tradition: den Viehscheid im Kleinwalsertal. Schon am frühen Morgen hörten wir im Büro das Bimmeln der Kuhglocken. Gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen stellten wir uns vor das Büro und beobachteten, wie die festlich geschmückten Kühe und ihre stolzen Hirten durchs Dorf zogen. Am Nachmittag wurde dieses Ereignis in Riezlern mit einer kleinen Feier, Live-Musik und regionalen Marktständen gebührend gefeiert.

Erasmus - JB3

Fazit

Insgesamt war das Praktikum für mich sehr lehrreich. Ich konnte nicht nur meine bautechnischen Kenntnisse vertiefen, sondern auch einen umfassenden Einblick in die Praxis der Bauplanung und -leitung gewinnen und das Land Österreich, seine Landschaft und dessen Kultur besser kennenlernen.